Typ M8C

Dies ist eine kostenlose Homepage erstellt mit hPage.com.

Stadtbahnwagen M8C

Inhalt

Geschichte

Bauart und Ausstattung

Fahrzeugeinsatz

Zukunft

Sonstiges und Besonderes

Bildergalerie

Quellen- und Urheberrechtsinformationen

Weiterführende Links

Geschichte 

Anfang der 80er Jahre begann, nach einer Vorserie von 4 Fahrzeugen "M8S" (Betriebsnummern 501-504), die Auslieferung von 44 neuen StadtBahnwagen "M8C". In zwei Lieferserien im Jahr 1981-1983 (Betriebsnummern 516-539) und im Jahr 1986-1987 (Betriebsnummern 540-559) wurden die M8C in Dienst gestellt. Die beiden unterschiedlichen Baureihen der Fahrzeuge unterscheiden sich äußerlich nicht voneinander, nur technisch wurden einige Verbesserungen vorgenommen. 

Die ersten "Altfahrzeuge" GT8 und GT6 verließen Bielefeld 1981 in Richtung Innsbruck, später folgten weitere Fahrzeuge ebenfalls nach Innsbruck, außerdem noch nach Mannheim, Würzburg und Lodz. Die damaligen M8S (Schützensteuerung) wurden 1976 in Bielefeld in Betrieb genommen, sie besaßen im Gegensatz zu den M8C keine Klapptrittstufen, sondern eingebaute "feste" Stufen. Der damalige Umbau auf Hochbahnsteige machte die M8S somit unbrauchbar, sodass sie 1987 an die Verkehrsbetriebe in Mainz verkauft wurden. Dort sind sie auch heute noch in Betrieb.

 

 

Bauart und Ausstattung

Der M8C ist ein achtachsiges (M8C) Stadtbahnfahrzeug für Meterspurbetrieb (M8C) mit Gleichstromstellersteuerung (engl. Chopper). Der M8C ist als Zweirichtungsfahrzeug gebaut, besitzt zwei voll ausgerüstete Fahrerkabinen und fährt auf vier Drehgestellen mit je 2 Achsen.

Das Fahrzeug ist ca. 26 Meter lang und 2,30 Meter breit, wiegt ohne Fahrgäste ca. 38 Tonnen und bietet 54 Sitz- und 171 Stehplätze, sodass ein voll besetztes Fahrzeug, bestehend aus zwei M8C (Traktion), mindestens 450 Fahrgäste befördern kann.

Ein M8C besitzt insgesamt 8 Türen, 4 auf beiden Seiten, davon je eine Einzeltür. Eine Doppeltür wurde in allen C-Wagen nachträglich barrierefrei umgerüstet, d.h. es gibt dort keine zusätzliche Haltestange im Einstieg. In diesem Teil des Fahrzeuges findet somit ein Kinderwagen/Rollstuhl Platz. Da der M8C als Hochflurfahrzeug gebaut wurde, befinden sich an allen Türen Klapptrittstufen, um den Einsatz sowohl an Hoch- als auch an Tiefbahnsteigen gewährleisten zu können.

Bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes des Fahrers wurde besondere Rücksicht auf den Einbau einer Klimaanlage und der guten Erreichbarkeit und Übersichtlichkeit aller Bedienungs- und Anzeigeelemente gelegt. Erstmals wurden die Fahrzeuge mit Fahrscheinautomaten in der Fahrerkabine ausgestattet, sodass es möglich war, Fahrscheine direkt bei dem Fahrer zu kaufen. Da später jedoch vollautomatische Fahrscheinautomaten an allen Haltestellen gebaut wurden, galt der Ticketverkauf über den Fahrer als überflüssig und die Automaten und der Verkauf von Fahrscheinen am Fahrerstand entfiehl.

Die technische Ausstattung der Fahrzeuge ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass erstmals in Bielefeld der sogennante Gleichstromsteller, auch "Chopper" genannt, in Verbindung mit der Leitungselektronik eingebaut wurde. Die Gleichstromsteller-Technik sorgt gegenüber der damals verwendeten Schützensteuerung (Vorgänger M8S) dafür, dass das Fahrzeug insgesamt weniger Strom verbraucht, d.h. dass das der überschüssige Strom, welcher beim Anfahren anfällt, in das Netz zurückgespeist wird. Diese Technik verwendet ebenfalls der Typ M8D. 

 

Fahrzeugeinsatz

In Bielefeld verkehren die M8C in den Hauptverkehrszeiten (bis ca. 21 Uhr) in der Regel als Traktion (M8C+M8C), am Wochenende, vorallem an Sonntagen teilweise auch als Solowagen (einzelner M8C). Die M8C werden nicht, wie bei den Fahrzeugen M8D, nach einer bestimmten Kuppelordnung, d.h. nach aufeinanderfolgenden Wagennummern gekoppelt, sondern aufgrund des wechselnden Solo- und Traktionsbetriebes, also das öfteren Kuppeln und Entkuppeln, ohne eine Berücksichtigung auf eine Kuppelordnung. Dabei wird jedoch beachtet, die Fahrzeuge mit den Stromabnehmern "nach aussen" zu kuppeln (A-Steuer an A-Steuer).

 

Zukunft

In Zukunft wird nur noch die Hälfte des gesamten M8C-Fuhrparkes in Bielefeld verkehren, denn die Zeit für 20 Fahrzeuge ist bald abgelaufen. Wagen 516-539 bestehen aus der ersten Baureihe, sind durchschnittlich bereits 28 Jahre alt und werden im Zuge der Modernisierung auf die neue Fahrzeuggeneration "GTZ8-B Vamos" weiterverkauft oder möglicherweise auch komplett ausgemustert. Von insgesamt 44 Fahrzeugen des Typs M8C sind zurzeit noch 40 im Einsatz. 4 Fahrzeuge wurden bereits im Juli 2002 in den sogenannten "70er Gleisen" abgestellt und als Ersatzteilespender für die zurzeit betriebsfähigen M8C verwendet. Anfang 2010 wurden sie dann komplett ausgemustert, bis sie schließlich Mitte April 2010 in Herford verschrottet wurden. 

 

Sonstiges und Besonderes

M8C Wagen 540-559 wurden Mitte 2010 mit neuen LED-Anzeigen und Kameraüberwachungsanlagen ausgestattet, da sie zu der 2. Baureihe gehören und nicht im Zuge der "Vamos-Modernisierung 2011" weiterverkauft werden. Auch die M8D Fahrzeuge bekamen diese neuen LED-Anzeigen.

M8C 555 besitzt neue Tastenfelder im M8D-Design. Diese Tasten nutzen moderne LEDs als Tastenbeleuchtung.

 

Bildergalerie

Falttür mit Klapptrittstufen

M8C der zweiten Baureihe mit Zielfilm

M8C der zweiten Baureihe mit LED-Anzeige

Neue Tastenfelder in Wagen 555

M8C Fahrerstand

Fahrgastraum, Sicht: Vom Fahrerstand

Fahrgastraum "Mittelteil" ohne Tür

Blick im Fahrgastraum auf den Fahrerstand

Barrierefreier Einstieg für Rollstühle und Kinderwagen

Notbremshebel und Fahrersprechwunsch

Quellen- und Urheberrechtsinformationen

Quellen:

-> Stadtwerke Bielefeld/moBiel GmbH

-> Eigene Beobachtungen

-> Karl-Heinz Martini - "Bielefeld-Die Stadtbahn"

-> Martin Pabst - "Straßenbahn- und Stadtbahnfahrzeuge-Das aktuelle Typen-Taschenbuch"

  

Weiterführende Links

-> moBiel GmbH - Fahrzeugtechnik StadtBahn

-> Detaillierte Technische Daten M8C

Dies ist eine kostenlose Homepage erstellt mit hPage.com.